BLICK Plauen 05.11.2019

 

Hier werden die Schüler fit gemacht fürs Leben


Hier werden die Schüler fit gemacht fürs Leben

Projektwoche Mobile Jugendarbeit und Opferhilfe an Dittes-Oberschule

Plauen. 

Jeder kann Opfer einer Straftat werden. Noch viel zu oft kommen die Täter davon. Dabei löst ein solch schlimmes Erlebnis oftmals erhebliche psychische, soziale und materielle Folgen aus. Nicht selten werden Opfer von Straftaten mit ihren Empfindungen wie Schock, Angst, Wut, Empörung oder Scham allein gelassen. Für den Verein Opferhilfe Sachsen e.V. ist Katja Lechtenbörger als professionelle Beraterin im Einsatz. Sie ist in Plauen für Frauen und Männer, aber auch für Jugendliche und Kinder da. Die Psychologin weiß wie sich die Opfer oder Zeugen einer Straftat fühlen und hilft, gegen die bösen Gedanken zu kämpfen. In der Dittes-Oberschule werden die Teenager fit gemacht fürs Leben. "Dazu gehört zum Beispiel auch das Thema Selbstverteidigung", berichten die Schulsozialarbeiterinnen der Mobilen Jugendarbeit.

Man kann Hindernissen aus dem Weg gehen!

Alisa Schaarschmidt und Melanie Hechler wissen, dass es wenig Sinn macht, den Heranwachsenden die heile Welt vorzugaukeln. "Im Leben warten viele Hindernisse, manchen kann man aus dem Weg gehen", erläutern die beiden Frauen. In der Projektwoche haben die Dittes-Oberschüler einiges erfahren, was sie noch nicht wussten. "Wie es ist, wenn man bereits als Schüler in die Elternrolle gezwungen wird, das haben wir auch geübt. Mit elektronischen Babys kann man das simulieren." Die Schocktherapie hilft. Denn so bekommen die Mädels gezeigt, was es überhaupt bedeutet, Mama zu sein. Melanie Hechler und Alisa Schaarschmidt gehen mit dem Projekt zum Thema "Problem Liebe?!" immer wieder in die Klassen. "Die Schüler hier sind aufmerksam und sie arbeiten ganz aktiv mit", berichtet Alisa Schaarschmidt. Es geht um das Thema Liebe, um die Beziehung, um das erste Mal, bis hin zu Gewalt-Erfahrungen in der Partnerschaft. Mehrere Netzwerkpartner sind in die Projektarbeit involviert. Zum Beispiel eine Familienhebamme, die Opferhilfe Sachsen e.V. oder EWTO-Schule in Plauen.

Dittes-Oberschule hat bereits Anmeldungen für 2020!

Was man noch wissen muss: Die Dittes-Oberschule kämpft um ihren Fortbestand. Und zwar, weil die Anmeldezahlen ganz knapp verfehlt wurden. Inzwischen gibt es für das kommende Schuljahr bereits einige Anmeldungen. Und die Schüler selbst haben eine Initiative gestartet, um zu zeigen wie toll ihre Gemeinschaft funktioniert. "Wir können nur allen Eltern sagen: Diese Schule ist klasse und modern. Hier seid ihr gut aufgehoben", betonen Alisa Schaarschmidt und Melanie Hechler von der Mobilen Jugendarbeit. Die Maßnahmen des MJA Plauen e.V. werden übrigens mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes, Mittel des Vogtlandkreises und der Stadt Plauen.


Freie Presse 01.10.2019

 

Dittes-Oberschüler wollen ihre Schule vor der Schließung retten



Freie Presse 20.08.2019

 

Demokratieforum bleibt unter sich


 

Mit 15 schon Mama: Wie ist das?

 

Projekt Mobile Jugendarbeit arbeitet an Dittes-Oberschule mit Babysimulatoren

 

  • Erschienen am 26.06.2019 im BLICK

    Kevin Forkel und Vanessa Descher sind am Montag im Alter von 15 Jahren Eltern geworden. Der Babysimulator hält alle auf Trapp. Pädagogikstudentin Alisa Schaarschmidt (rechts) schwärmt von den Bedingungen an der Dittes-Oberschule. Foto: Karsten Repert

 

Plauen.  Vanessa Descher ist am Montag Mama geworden. Die 15-Jährige sitzt seither mit ihrem Baby im Klassenzimmer an der Dittes-Oberschule in Plauen. Papa ist Kevin Forkel. Die beiden Schüler gehören in die 9a. Und dort erlebt eine ganze Gruppe von Teenagern nun wie es ist, wenn man schlagartig erwachsen sein muss.Die Schocktherapie hilft. "Auch wenn es nur eine elektronische Puppe ist. So hat sie mir gezeigt, was es überhaupt bedeutet Mama zu sein. Ich möchte ein Kind. Aber erst dann, wenn ich bereit bin", stellte Vanessa diesen Mittwoch im Gespräch mit dem BLICK-Reporter fest.

 

Alles rund um das Thema Liebe

 

Melanie Hechler und Alisa Schaarschmidt gehören zum Team der Mobilen Jugendarbeit und sind in der Schulsozialarbeit der Dittes-Oberschule tätig. Das Projekt zum Thema "Problem Liebe?!" hat im Haus eingeschlagen wie eine Bombe. Die Neuntklässler sind aufmerksam und arbeiten ganz aktiv mit. Alisa Schaarschmidt aus Plauen ist Pädagogikstudentin an der TU Chemnitz: "Es geht um das Thema Liebe, um die Beziehung, um das erste Mal bis hin zu Gewalterfahrungen in der Beziehung und der Selbstverteidigung."

 

Die 24-Jährige macht es spannend: "Wir haben mehrere Netzwerkpartner involviert. Zum Beispiel eine Familienhebamme, die Opferhilfe Sachsen e.V. und den Verein Weissenberg e.V., der das Männerschutzhaus betreibt. Wir stellen die Frauen- und Kinderschutzwohnung Auerbach und das EWTO Plauen vor."Das "Baby" schreit auch mal drei Stunden am Stück

 

Die Schülerinnen simulieren in echt das Leben als Teenie-Eltern mit ganz modernen Babysimulatoren. "Gestern hat das Baby drei Stunden am Stück geschrieen. Es schreit auch in der Nacht - und ich muss ständig aufpassen", berichtet Vanessa. Die hochkomplexen "Babys" sorgen mit diesem Elternpraktikum auf Zeit dafür, dass die Jugendlichen der Realität näher kommen. "Mit allen Aufgaben, die dazugehören. Also wickeln und füttern und das wirklich Tag und Nacht", ergänzt Melanie Hechler.

 

Was den Schulsozialarbeitern aus Plauen am Herzen liegt, das wird ganz viele Menschen freuen: "Die Dittes-Oberschule kämpft um ihren Fortbestand, weil die Anmeldezahlen zu gering sind. Wir können nur allen Eltern sagen: Diese Schule ist klasse und modern, hier seid ihr gut aufgehoben. Es ist eigentlich ein Unding, dass dieses Haus Probleme hat. Hier wird man mit offenen Armen empfangen!"

 


Vogtländische Vereine erhalten Spenden

65.000 Euro in fünf Jahren - Aktion geht weiter

Plauen.

Die vogtländischen Rotary Clubs Plauen, Schloss Voigtsberg und Reichenbach/Auerbach haben in den Räumen der Volksbank Vogtland an der Jößnitzer Straße 10.000 Euro Spenden an Vereine der Region übergeben. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Adventskalendern und stellt ein gemeinsames Projekt der drei Organisationen dar.

In den Genuss der Mittel des Rotary Clubs Plauen kamen diesmal der Förderverein des Lessinggymnasiums und der Malteser Hilfsdienst mit jeweils 1000 Euro, der Unikat-Verein von den Weberhäusern am Mühlgraben, das Jugendwerk Pöhl, die Förderer der Berufsakademie Plauen sowie die Mobile Jugendarbeit mit je 500 Euro.

Für das Projekt "Kids meet Classic" der Vogtlandphilharmonie stellte der Rotary Club Reichenbach/ Auerbach 2000 Euro zur Verfügung. Das Ensemble spielt für Kinder und Jugendliche zugeschnittene Konzerte mit klassischer Musik und regt den Nachwuchs auf diese Weise an, das Spielen eines Instrumentes zu erlernen. Die Karatewelt Reichenbach, die jungen Leuten nicht nur diesen japanischen Kampfsport, sondern auch soziale Kompetenz vermittelt, erhält 1000 Euro. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, dass im Umgang mit anderen Respekt eine Rolle spiele, sagte Clubpräsident Holger Bucher.

Der Rotary Club Schloss Voigtsberg greift dem Markuskeller im Plauener Stadtteil Haselbrunn bei dessen sozialer Arbeit und dem Verein der Freunde Plauens bei dessen Baumpark auf dem Friedhof II unter die Arme. Geplant sind 2000 Euro für den Markuskeller und 1000 Euro fürs Arboretum. Wieviel Geld welcher der Vereine genau bekommt, stehe aber noch nicht fest, ließ Clubpräsident Hans Neuser wissen. Der finanzielle Bedarf für die Arbeit in Haselbrunn werde noch ermittelt.

Die Aktion geht unterdessen weiter. Ende des Jahres werde es wieder einen Adventskalender geben, kündigte Andreas Hostalka von der Volksbank an. In den vergangenen fünf Jahren reichten die Clubs so bereits 65.000 Euro für gemeinnützige Zwecke aus. (pa)

Freie Presse 20.06.2019

 

Vogtländische Vereine erhalten Spenden


Freie Presse 15.06.2019

 

Neuer Spielplatz an der Tischerstraße eröffnet

 

Vogtland-Anzeiger 02.05.2019

"Tunnel-Kultur mit Küchenhexe"


 

Tunnel-Kultur mit Küchenhexe

 

  • Foto: Marlies Dähn

 

Plauen Aus dem Ofenrohr der mobilen Küchenhexe quoll ordentlich Rauch. Die Ofenplatte war angeheizt und das geröstete Knobi-Brot verbreitete würzig seine Duftnote. Entspannen im Liegestuhl oder Abhängen auf der Couch - dazu flotte Klänge aus den Lautsprechern, Kickertisch, Riesen-Mikado oder doch lieber auf allen Vieren krabbeln und sich die Welt mit Kreide bunt malen? Anja Merkel vom MJA Plauen-Verein ist mit ihrem Team um Streetworker Daniel, Franzi und den seit Februar für Tunnel-Kultur eingesetzten Syrer und Sozialpädagogen Maher (r.) fest entschlossen, klar zu machen, dass öffentlicher Raum tatsächlich auch Lebensraum ist. Mehrmals im Jahr verwandelt sich deshalb das Tunnel-Areal in eine lebensfrohe Oase. Von 14 bis mindestens 18 Uhr wollten die MJA-Mitarbeiter gestern die Stellung halten, Knobi- und gefülltes Fladenbrot Brot verteilen und für Toleranz und unkompliziertes Miteinander aller Bevölkerungsgruppen werben. Neben dem Projekt Tunnelkultur gehören auch Schulsozialarbeit und Mobile Jugendarbeit zur Vereinsarbeit dazu. 

 


 


Schulschwänzern droht Arrest

 

Freie Presse Plauen 18.03.2019


 

"Die Sucht ist ein Monster"

 

Eine Woche lang wurden Siebt- und Achtklässler der Dittes Oberschule auf die Gefahren durch die Einnahme von Drogen aller Art hingewiesen. Melanie Hechler ist täglich in der Plauener Oberschule, kennt die Probleme der jungen Leute und versucht ihnen mit Rat und Tat zu helfen.

 

Eine der vier Gruppen der 7. Klassenstufe stellte Cannabiskonsumenten und Gegner von Drogen nach Foto: Gabi Kertscher

 

Plauen - Gemeinsam mit der ambulanten Jugendgerichtshilfe vom Verein "Brücke", der Familienhebamme der Stadt Plauen, Martina Schulze, der Suchtberatung des Diakonischen Werkes und der Mobilen Jugendarbeit Plauen wird das Problem angegangen. Am letzten Tag der Präventionswoche stand am Donnerstag ein Gespräch mit Psychologin Annelie Flügel und einer ehemaligen Crystalabhängigen sowie die Erarbeitung eines kleinen Theaterstückes unter der Leitung von Jette Glatter, Anja Merkel und Daniel Escherich. Jette Glatter arbeitet im Jobact Ensemble des Theaterprojektes Projektfabrik. Merkel und Escherisch erzählten von ihrer Arbeit als Streetworker und die Teenies erfuhren, dass alle Gespräche mit ihnen vertraulich behandelt werden.
Es wurden vier Gruppen gebildet. Die Themen reichten von legalen Drogen, wie Alkohol und Zigaretten, über Cannabiskonsum, die Gefahren von Badesalz bis zu den harten Drogen Crystal und Heroin. Es wurden Jugendgruppen nachgestellt, in denen ein Teil Drogen nimmt und die anderen über die Gefahren aufklären. Es entstanden sehr emotionale Theaterstücke. Die Oberschüler scheuten auch nicht davor, das Ende der Drogensucht, den Tod, darzustellen.
In der gleichen Zeit sprach Psychologin Annelie Flügel über die Drogensicht aus medizinischer Sicht. Mit deutlichen Worten erklärte sie die Symptome und die Entstehung von Sucht. Als Beispiel nannte sie die Veränderungen in der Genetik. So haben Söhne von Alkoholikern keinen Brechreiz. Grundsätzlich verlieren die Betroffenen die Kontrolle über sämtliche Fähigkeiten im Alltag. "Bedenkt, Crystal macht bereits bei der ersten Einnahme abhängig", warnte Flügel. Sie sprach über die schwere Zeit der stationären Entgiftung und der langwierigen Anschlusstherapie. Weiter warnte sie: "Die Sucht ist ein Monster, das immer gefüttert werden will." Auch nach der Therapie schlafen die Zellen und die Rückfallgefahr sei riesig.
Über dieses Monster "Drogen" berichtete Maria S. Die heute 38-Jährige war über 15 Jahre von Crystal abhängig. Mit 21 Jahren ist sie mit ihrem einjährigen Sohn ins Vogtland gezogen und in den falschen Freundeskreis geraten. Drogenkonsum, Handel mit Crystal und Spielsucht waren die Folgen. Sie sprach von ihren vielen negativen Erlebnissen und beantwortete ehrlich die Fragen der Schüler. Als ihr Dealer verhaftet wurde, kam auch sie in Haft. Maria wurde zu 2 Jahren und 7 Monaten verurteilt, von denen sie über vier Monate in Haft saß. Die junge Frau erhielt eine neue Chance. Heute hat sie eine geregelte Arbeit und hilft in der Drogenprävention, andere Menschen vor diesem Teufelszeug zu warnen. "Dank des Projektes habe ich ein neues Leben." Am Ende der viertägigen intensiven Aufklärung äußerten die Oberschüler, dass Drogen für sie ein Tabu seien.
Einige wollen Freunde aufhalten und mit ihnen sprechen. "Bei manchen gehören Bier und alkoholische Mixgetränke schon zum Alltag", erzählten sie. Sie haben sich vorgenommen, sie zu warnen und mit ihnen zu reden.

 

Die Sucht ist ein Monster

 

Vogtland-Anzeiger 15.02.2019



 

Cannabis im Kommen

 

Angesichts steigender Zahlen von Drogen konsumierenden Jugendlichen wird eine zeitige Aufklärung über die Gefahren immer wichtiger. In der Dittes Oberschule wird in dieser Woche viel auf Prävention gesetzt.

Plauen - Gestern las Petra Höpfner aus ihrem Buch. Ihr Sohn war Crystal abhängig und die Mutter hat ihre Erfahrungen niedergeschrieben und veröffentlicht. Maria Autiero und Marian Muß sind Suchtberaterinnen im Diakonischen Beratungszentrum Vogtland. Sie sprachen mit den Schülerinnen und Schülern der siebten und achten Klassen über legale und illegale Drogen. Jährlich holen sich bei ihnen rund 1800 Betroffene, Angehörige und Freunde Hilfe. Die Zahl sei in den letzten Jahren gleichbleibend. "Wir sind aber auch am Limit angelangt." Beratungsstellen gibt es in Plauen, Auerbach, Oelsnitz und in Markneukirchen. Hier sei ein Problemgebiet, wahrscheinlich durch die Grenznähe, vermutet Maria Autiero. Der Chrystalkonsum sei im Moment etwas zurückgegangen, dafür steige der Konsum von Cannabis. Sie wies aber auch darauf hin, dass es eine große Zahl Konsumenten gäbe, die noch nicht zur Beratung gegangen sind. In die Dittes Oberschule hatten die beiden Nachbildungen von Drogenbriefchen mitgebracht. In der Gesprächsrunde zu den illegalen Drogen sprach Marian Muß nur mit den Jugendlichen. Selbst die Biologielehrerin musste vor der Tür bleiben. Man wolle das Vertrauen der Teenager erlangen und sie sollen ohne "Beobachtung" durch Erwachsene frei über eventuelle Erfahrungen sprechen. Maria Autiero wurde von Christian W. begleitet. Der heute 38-Jährige berichtete, dass er seit neun Jahren "trocken" ist. Bereits mit 13 Jahren hat er mit dem Bierkonsum begonnen - am Ende war es ein Kasten täglich. Keine Arbeit, kein Führerschein und ein Leben, das selbst ihm nicht gefiel. Der Maurer hat es geschafft und gibt seine Erfahrungen nun an junge Leute weiter. Sie erfuhren, teils spielerisch, dass selbst die beliebte Mon Chéri und die Weinbrandbohnen erst ab 18 Jahren verkauft werden dürfen. "Sie enthalten hochprozentigen Alkohol." Die meisten der anwesenden Achtklässler hatten schon einmal mit Alkohol Bekanntschaft gemacht und waren von dessen Wirkung auf das gesamte Organsystem überrascht. "Wenn man dann jemanden hört, der so etwas alles durch hat, das ist schon krass", äußerte sich nach den Präventionsstunden einer der Jugendlichen.

 

Cannabis im Kommen

 

Vogtland-Anzeiger 12.02.2019



Freie Presse

 

08.02.2019

 

Neuer Spielplatz für Jung und Alt


Freie Presse 31.01.2019

Stadtquartiere mit sozialen Konflikten im Visier


Vogtland-Anzeiger 19.01.2019

Pädagogische Fachkräfte fehlen in der Jugendarbeit

 


Vogtland-Anzeiger 08.12.2018

 

Aktion am Tunnel: "Wir heizen euch ein"


Freie Presse 06.12.2018

 

Jugendarbeit: Beschwerden erfolgreich


Freie Presse 04.12.2018

 

Streetworker heizen Ofen am Tunnel ein


Stadtgarten erhält Unterstand

 

Seit diesem Jahr kümmert sich die Mobile Jugendarbeit um den ehemaligen Flüchtlingsgarten an der Haselbrunner Straße. Nachbarn nehmen großen Anteil am dortigen Geschehen.

Plauen.

Jan Niclas Knüpfer geht im Dezember zur Bundeswehr. Bevor es soweit ist, macht sich der handwerklich begabte Plauener derzeit im Stadtgarten an der Haselbrunner Straße nützlich. In der vergangenen Woche half der 17-Jährige beim Aufbau eines Carports, der als Unterstand eigentlich für Autos gedacht ist. Denn eine Gartenlaube sucht man vergebens in der Parzelle direkt neben dem Garagenkomplex. Die ist aber dringend nötig. Denn der Verein Mobile Jugendarbeit (MJA) hat einiges vor auf dem Grundstück und bisher war dort nur ein abgebrannter Wohnwagen vorhanden.

Junge Leute aus dem Stadtteil und auch aus anderen Wohngebieten Plauens sollen sich in dem Garten treffen, unterhalten und aufhalten können. Zweimal pro Woche ist das bei eingerichteten Kontaktzeiten möglich. Die Mobile Jugendarbeit bietet diese Kontaktzeiten an. Genutzt werden sie meistens von zwei bis fünf Jugendlichen oder jungen Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren. Die nehmen sehr gerne die organisierten Veranstaltungen an. "Wir hatten eine Halloween-Party hier mit ungefähr 15 Leuten", berichtet MJA-Mitarbeiter Daniel Escherich. Weitere solcher Abende sind angedacht. Stühle zum Sitzen oder Liegestühle zum Liegen unter dem Carport brauche der Stadtgarten aber auf jeden Fall noch. Die will man demnächst bauen.

Das Interesse der Umgebung ist auch bereits geweckt: "Es kommen ganz viele Leute und fragen, was wir hier machen", lässt der Plauener wissen. Das sind die Nachbarn aus den Gärten und Wohnhäusern ringsum. Die stellen aber nicht nur Fragen. Sie bringen manchmal auch etwas mit, zum Beispiel selbst gebackenen Kuchen. "Wir haben auch schon Obst gegen Gemüse getauscht", erinnert sich Escherich. Ein guter Kontakt sei da vorhanden. Jan Niclas Knüpfer fühlt sich jedenfalls wohl. "Das ist eine gute Idee", meinte er zum Stadtgarten. So komme man mal raus und könne ein bisschen was machen. Seine handwerkliche Begabung sei ihm in die Wiege gelegt worden, meinte er. Der Plauener will weiter mit anpacken.

Auch Denise Fritsch von der Koordinierungs- und Fachstelle des Projektes in Auerbach zeigte sich angetan von dem Vorhaben. Das Projekt "Demokratie leben" förderte den Bau des Unterstandes mit 1000 Euro.


Freie Presse 20.10.2018

Bei der letzten 48-Stunden-Aktion für dieses Jahr wird gemalert


Vogtland - Anzeiger 22.09.2018

Von wegen nur Seifenblasen


Freie Presse 21.09.2018

 

Stadt setzt auf Jugendinitiative


Freie Presse 10.09.2018

 

Enten - Spektakel bringt Geld für den guten Zweck


 

Musiker bereichern überraschend Straßenfest

 

Mobile Jugendarbeit belebt mit Aktion Postplatz - Weiteres soll folgen

 

Von Peter Albrecht
erschienen am 14.05.2018, Freie Presse

Plauen. Mitarbeiter des Vereins Mobile Jugendarbeit (MJA) haben am Samstagnachmittag vor dem Landratsamt am Plauener Postplatz für ein kleines Straßenfest gesorgt und das Zentrum damit zusätzlich belebt. Dabei erhielten sie unerwartet musikalische Unterstützung durch Straßenmusik der RAK - der Rotzfrechen Asphaltkultur, wie sich der Zusammenschluss von linken Straßenmusikern, Theaterleuten und anderen Kleinkünstlern nennt. Die ziehen gerade mit ihrer Antifaschistischen Straßenmusiktour durch die sächsische Provinz und haben am Samstag in Plauen Station gemacht. Zahlreiche junge Leute versammelten sich vor den Akteuren, die für gute Stimmung sorgten.

 

"Durch Zufall haben wir heute noch dieses musikalische Angebot", informierte Kerstin Kunze, die bereits seit einem Vierteljahrhundert für die MJA in Plauen tätig ist. Man habe von dem Auftritt der Musiker nichts gewusst. Die waren jedoch willkommen und belebten mit ihrem Spiel unmittelbar neben dem Straßencafé des Plauener Vereins den Postplatz zusätzlich.

 

Im Straßencafé tummelten sich vor allem Familien mit kleinen Kindern, die viel Spaß hatten an großen Seifenblasen, am Malen mit Straßenkreide und anderen Angeboten der Streetworker von der Mobilen Jugendarbeit. "Unsere Mitglieder haben Kuchen gebacken", berichtete Kunze. Der Kuchen wurde neben Kaffee kostenlos verteilt. Eine Spende dafür war jedoch willkommen.

 

Die MJA veranstaltet diese Aktionen am Tunnel schon seit Längerem. Es gehe darum, Begegnungen möglich zu machen. Der Tunnel und der Postplatz seien Lebensraum und nicht nur dazu da, "dass Leute von A nach B gehen", erklärte die Mitarbeiterin weiter. Dass sich dort auch Gruppen von jungen Leuten aufhalten, sei normal. Die jungen Leute sollten nicht als Bedrohung aufgefasst werden. Mit dem jüngsten Alkoholverbot auf der Fläche im Stadtzentrum habe das Straßencafé nichts zu tun, erklärte die Plauenerin weiter. Dieses Verbot hält sie jedoch für falsch. "Das verlagert das Problem nur", machte Kerstin Kunze deutlich.

 

Die Mobile Jugendarbeit wird weitere solcher kleinen Straßenfeste am Postplatz organisieren. Das Rösten von Schwarzbrotscheiben auf einer Ofenherdplatte, das bereits im vorigen Winter gut angekommen sei, soll in der kalten Jahreszeit wieder stattfinden. Darüber hinaus seien noch weitere Aktionen möglich.

 

 

 

Freie Presse 14.05.2018

 

Musiker bereichern überraschend Straßenfest



Vogtland - Anzeiger 14.05.2018

 

Straßencafé mit rotzfrecher Asphaltkultur




 

Buntes Straßencafé öffnet

 

Aktion der Mobilen Jugendarbeit Samstag am Tunnel

 

erschienen am 09.05.2018, Freie Presse

Plauen. In einem gepflegten Straßencafé, mitten am "Tunnel", will die Mobile Jugendarbeit am Samstag in Plauen junge Menschen zusammenbringen - zum Quatschen, Kuchenessen, Abhängen, Seifenblasen - und um eine verschwundene Sitzmöglichkeit zu ersetzen. Damit reagiert der Verein auf das jüngst verhängte Alkoholverbot, wonach an dieser Stelle Jugendgruppen, Biertrinker und Zusammenrottungen nicht ins Bild passen. Das "Bunte Straßencafé" am Postplatz öffnet am Samstag, 14 Uhr zwischen Landratsamt und Gleisdreieck.

 

Freie Presse 09.05.2018

 

Aktion der Mobilen Jugendarbeit Samstag am Tunnel



Vogtland - Anzeiger April 2018

Jugendliche sollen Stadtgarten "pachten"


Freie Presse 13.04.2018

Bürger krempeln die Ärmel hoch


Letztes Jahr haben wir in Haselbrunn Frühblüher mit Jugendlichen und Netzwerkpartnern gepflanzt - nun sind wir damit im Flyer der

"Bürgerwerkstatt - Stadtgrün".



Freie Presse 22.03.2018

Plauener Frühjahrsputz:

Auftakt erfolgt im Stadtpark


 

Hickhack um Markuskeller

 

Der Jugendtreff Markuskeller im Stadtteil Haselbrunn soll ab April wieder öffnen. Doch neuer Ärger ist bereits programmiert.

 

Von Uwe Selbmann
erschienen am 09.03.2018

Plauen. Der Jugendtreff Markuskeller im Plauener Stadtteil Haselbrunn kann wieder öffnen: Das Diakonische Beratungszentrum Vogtland bekommt vom Vogtlandkreis die offene Kinder- und Jugendarbeit dort ab 1. April übertragen.

 

Das hat der Jugendhilfeausschuss des Vogtlandkreises jetzt mehrheitlich beschlossen, nachdem der Verein Mobile Jugendarbeit Plauen (MJA) nach nicht einmal einem Jahr im Markuskeller wieder das Handtuch geworfen hatte - sowohl aus personellen Gründen als auch in Folge der finanziellen Unsicherheiten durch fortgesetzte Kürzungsdiskussionen der Kreisverwaltung. Der Verein Mobile Jugendarbeit, der seit mehr als 25 Jahren Streetworking in Plauener Stadtteilen betreibt, kritisierte vor allem, dass durch die ständigen Diskussionen um Kürzungen neuen Mitarbeitern keine längerfristigen Perspektiven geboten werden können. Zudem gerate durch finanzielle Kürzungen die wirtschaftliche Grundlage des Vereins selbst in Gefahr, so dass sich Vorstand und Mitglieder zur Rückgabe der Jugendarbeit im Markuskeller entschlossen.

 

Mit dem Diakonischen Beratungszentrum wird nun ein neuer Träger eingesetzt, der sich bereits im Vorjahr in einer Ausschreibung mit um den Betrieb beworben hatte. Der Jugendhilfeausschuss stellte ihm mit dem Beschluss zugleich in Aussicht, ab dem Schuljahr 2018/19 parallel auch die Trägerschaft für die Schulsozialarbeit an der Rückertoberschule zu erhalten. "Um ausreichende fachliche Unterstützung der gegebenen Ein-Mann-Struktur im Markuskeller zu gewährleisten", werde sowohl vom Kreisjugendamt als auch der Stadtverwaltung Plauen "eine einheitliche Team- und Trägerstruktur ... als zielführend und notwendig" erachtet, heißt es in der Vorlage zu dem Beschluss. Vertreter anderer Träger und Vereine der Jugendhilfe kündigten am Rand der Sitzung Widerstand gegen diesen Vergabe-Automatismus an. Er widerspreche den Vorschriften aus dem Sozialgesetzbuch.

 

Der Stadtteil Haselbrunn gilt seit Jahren als sozialer Brennpunkt innerhalb Plauens. Die Einkommenssituation vieler dort wohnender Familien ist unterdurchschnittlich. Parallel sei Haselbrunn "Standort rechter Strukturen und rechtsextremistischer Aktivitäten", heißt es. Diakonie-Geschäftsführer Hartmut Denkewitz versicherte, schnellstmöglich geeignete Mitarbeiter für den Markuskeller gewinnen zu wollen: "Ich gehe davon aus, dass wir die Stelle pünktlich besetzen können", sagte er. (mit sasch)

 

 

 

Freie Presse 09.03.2018

 

Hickhack um Markuskeller



Vogtland - Anzeiger 09.02.2018